Freitag, 18. September 2009

Septembermorgen ....

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Eduard Mörike

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Mein Gedicht:

Nebel an einem Septembermorgen,
verhüllt zum Glück alle unsere Sorgen,
doch bricht die Sonne mit Gewalt hervor,
da sind sie wieder da, stärker als je zuvor.

Was wird der Tag uns heute bringen,
keine Arbeit, nur zähes ringen
um unser täglich karges Brot,
wir alle leiden große Not.

In einem reichen Land sind wir geboren,
doch alle Werte gingen verloren,
der Reichtum regiert in diesem Land,
das ich einmal so schön empfand.

Unersättlich ist die Gier der Reichen,
und dabei gehen sie über Leichen,
sie nehmen und nehmen und geben nichts ab,
das bringt uns Armen noch schneller ins Grab.

Doch es kommt einmal das höchste Gericht,
da steht dann der Reiche und der arme Wicht,
Da kommt die Vergeltung für alle Leute,
da zählt dann nicht mehr nur die Beute.

Da zählt nur der Mensch ob arm oder reich,
da sind wir dann wirklich alle gleich!
Da kann man sich nicht frei kaufen,
und es hilft auch kein weg laufen.

Die Sonne strahlt für arm und reich
und irgendwann, da sind wir alle gleich.
Gerechtigkeit auf Erden
wird niemals etwas werden.

1 Kommentar:

  1. Da ist wohl der Goethe in Dir durchgebrochen. Ich mag Gedichte.

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