Mögen sich all unsere Wünsche in diesem Jahr erfüllen!
Samstag, 1. Januar 2022
Nun ist es da, das Neue Jahr
Sonntag, 28. November 2021
Einen schönen 1. Advent
wünsche ich all meinen Besuchern, Freunden, Verwandten und Bekannten. Genießt diesen Tag im Kreis Eurer Lieben
Bleibt stark und gesund!
Und staunst nicht weiter: ist er je gesprengt ...
Ich bin nur frei weil ein Gesetz mich engt
Ich weiß erst wie ich liebe wenn ich klinge.
Im Menschenweg erfüllst du jedes Ding
Doch fehlt dir noch: vorm Schicksal ganz zu schauern.
So musst ich den Advent mit leisem trauern
Ein Glück dir opfern das mich schon umfing.
Stefan George 1868 - 1933
Sonntag, 7. November 2021
Herbst
Gärtner, laß die Blätter liegen,
Die jetzt über die Erde rollen
Und die müde von der Reise
Sich zur Ruhe legen wollen.
Wie sie gelb und braun geworden -
Und der Reif an ihrem Rande -
Ruhn sie, tote Sommervögel,
Auf dem dunkelroten Sande.
Sieh, sie wollen deinem rauhen
Besen sich nur ungern fügen;
Du vermagst des Winters Nahen
Doch nicht recht hinwegzulügen.
Heinrich Lersch (1889 - 1936), deutscher Kesselschmied und Arbeiterdichter
Feldbeichte
Im Herbst, wenn sich der Baum entlaubt,
Nachdenklich wird und schweigend,
Mit Reif bestreut sein welkes Haupt,
Fromm sich dem Sturme neigend:
Da geht das Dichterjahr zu End',
Da wird mir ernst zu Mute;
Im Herbst nehm' ich das Sakrament
In jungem Traubenblute.
Da bin ich stets beim Abendrot
Allein im Feld zu finden,
Da brech' ich zag mein Stücklein Brot
Und denk' an meine Sünden.
Ich richte mir den Beichtstuhl ein
Auf ödem Haideplatze;
Der Mond, der muß mein Pfaffe sein
Mit seiner Silberglatze.
Und wenn er grämlich zögern will,
Der Last mich zu entheben,
Dann ruf' ich: "Alter, schweig' nur still,
Es ist mir schon vergeben!
Ich habe längst mit Not und Tod
Ein Wörtlein schon gesprochen!"
Dann wird mein Pfaff vor Ärger rot
Und hat sich bald verkrochen.
Gottfried Keller (1819 - 1890), Schweizer Dichter und Romanautor
Mißdeutung (Im Herbst 1819.)
A.
Der Bundestag hat wie ein Leu gebrüllt.
Seid ihr von Grausen, Deutsche, nicht erfüllt?
Macht euch gefaßt auf unerhörte Dinge!
Er geht umher und sucht, wen er verschlinge.
B.
Nicht doch! Es war kein Brüllen, wie ihr wähnt.
Der Bundestag hat nur sehr laut gegähnt;
Denn auf der Bärenhaut der Protokolle
Sich wälzend, spielt er schlafend seine Rolle.
August Wilhelm von Schlegel (1767 - 1845), deutscher Philosoph und Schriftsteller, zusammen mit seinem Bruder Friedrich Schlegel gilt er als Mitbegründer der deutschen Romantik
Dienstag, 15. Juni 2021
Die Amseln haben Sonne getrunken
Die Amseln haben Sonne getrunken,
aus allen Gärten strahlen die Lieder,
in allen Herzen nisten die Amseln,
und alle Herzen werden zu Gärten
und blühen wieder.
Nun wachsen der Erde die großen Flügel
und allen Träumen neues Gefieder;
alle Menschen werden wie Vögel
und bauen Nester im Blauen.
Nun sprechen die Bäume in grünem Gedränge
und rauschen Gesänge zur hohen Sonne,
in allen Seelen badet die Sonne,
alle Wasser stehen in Flammen,
Frühling bringt Wasser und Feuer
liebend zusammen.
Max Dautendey (1867 – 1918)
Donnerstag, 3. Juni 2021
China und die EU
Passend zu dem Video!
Weder betreiben die einen richtige Demokratie noch die anderen Kommunismus.
Wenn man genau hinschaut gleicht es eher den Faschismus.
Es gibt Demokratische Ansätze hier und Kommunistische dort, es ist jedoch nur soviel um grade noch im sichtbaren Bereich den Schein zu wahren.
Hier noch einige Gedichte:
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Drum hat man viele Männer angestellt,
Die müssen's klopfen, kochen, braten,
Daß dies Gericht der ganzen Welt gefällt,
Zumal den hohen Potentaten.
Zu haben ist es dann an jedem Ort,
Für Geld bekommt es leicht ein jeder;
Mit einer Brühe gibt man's gratis fort
Sogar auch wohl noch vom Katheder.
Es ist bereitet dann so exzellent,
Daß man die Finger danach lecket;
Gesättigt rufen wir: Potz Element!
Wie gut doch die Geschichte schmecket.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1798 - 1874
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Wollt ihr uns repräsentieren,
Haltet fest an diesen vieren:
Geist und Arbeit, Gut und Geld
Sind die Stände dieser Welt.
Gönnet jedem auszusprechen
Seine Leiden und Gebrechen!
Lernt, daß zu vertreten ist
Mehr als Adel nur und Mist.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1798 - 1874
❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤
Ihr habt gehoffet und vertraut:
Im Wechsel sprießt ein Heil empor!
Ihr habt den Wechsel nun geschaut,
sagt an, was sproß daraus hervor?
Personen wechseln Jahr für Jahr,
wie Ihr's in jedem Staate seht;
Er selber bleibt unwandelbar,
solange sein Prinzip besteht.
Wer auf das Drum und Dran nur baut,
der ist fürwahr ein rechter Tor:
Die Schlange wechselt ihre Haut
und bleibet Schlange nach wie vor.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1798 - 1874
Mittwoch, 26. Mai 2021
Wie lange werden wir noch geschunden?
Was sich momentan in der Politik abspielt ist ja nicht ganz neu. Seit vielen Jahren werden die Deutschen geschunden und gequält von den eigenen Politikern. Es sei dahingestellt ob sie nun rechtmäßig gewählt sind oder durch Wahlbetrug an die Macht kamen.
Wir haben keine Verfassung, sondern das Grundgesetz, das uns von den Alliierten übergestülpt wurde um zu verhindern, das man uns unsere Grundrechte jemals wieder entziehen kann.
Leider haben da auch deutsche Politiker immer wieder daran herum gepfuscht und einiges zu ihrem Vorteil verändert. Sie haben sich selbst immer mehr Macht gegeben und jetzt haben sie sogar unsere Grundrechte, die uns von Geburt an zustehen genommen.
Ich habe keine Lust mehr über wichtige Nachrichten zu schreiben, zumindest heute nicht. Wenn man sieht, wie die Schafe zu den Impfstellen laufen, stundenlange Staus in Kauf nehmen um sich ihre Todesspritze abzuholen, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.
Es ist kein Impfstoff, es ist eine Gen Therapie, die Eure DNS verändert für alle Zeiten. Es ist nicht mehr zu reparieren, es ist endgültig!
So habe ich mir heute mal ein paar Gedichte heraus gesucht, die vor langer Zeit geschrieben wurden aber immer noch zeitgemäß sind.
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Nicht Mord nicht Bann noch Kerker
Nicht Mord, nicht Bann, noch Kerker
nicht Standrecht obendrein
es muß noch stärker kommen
soll es von Wirkung sein.
Ihr müßt zu Bettlern werden
müßt hungern allesamt
Zu Mühen und Beschwerden
verflucht sein und Verdammt
Euch muß das bißchen Leben
so gründlich sein verhaßt
daß Ihr es fort wollt geben
wie eine Qual und Last
Erst dann vielleicht erwacht noch
in Euch ein besserer Geist
Der Geist, der über Nacht noch,
Euch hin zur Freiheit heißt
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (März 1850)
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Sag wo ist Vetter Michels Vaterland
Wo Belagerungszustand ein Recht ist
Und das Volk ein gehorsamer Knecht ist
Wo die Volksvertreter Philister sind
Und die ärgsten Heuchler Minister sind
Da ist Vetter Michels Vaterland!
wo der Allerhöchste nicht Gott ist
und wo Mut und Gesinnung bankrott ist
wo der Teufel mit Fürsten im Bunde steht
und Einheit und Freiheit zugrunde geht
Da ist Vetter Michels Vaterland!
wo das Laster bestirnt und gekrönt ist
wo die Wahrheit verfolgt und verpönt ist
wo nirgends für Freiheit noch Raum ist
wo die bessere Zukunft ein Traum ist
Da ist Vetter Michels Vaterland!
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (April 1849)
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Das Lied der Deutschen
Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt,
Wenn es stets zu Schutz und Trutze
Brüderlich zusammenhält,
Von der Maas bis an die Memel,
Von der Etsch bis an den Belt –
Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt!
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler Tat begeistern
Unser ganzes Leben lang –
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand –
Blüh im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland!
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1871)
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Aus Auswanderungslied
Deutsche Freiheit lebet nur im Liede.
Deutsches Recht es ist ein Märchen nur.
Deutschlands Wohlfahrt ist ein langer Friede –
Voll von lauter Willkür und Zensur.
Darum ziehn wir aus dem Vaterlande,
Kehren nun und nimmermehr zurück,
Suchen Freiheit uns am fremden Strande –
Freiheit ist nur Leben, ist nur Glück.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1871)
Sonntag, 23. Mai 2021
Frohe Pfingsten ....
wünsche ich all meinen Besuchern, Freunden, Verwandten und Bekannten. Genießt die Feiertage im Kreis Eurer Lieben und macht das Beste daraus.
Hier noch ein Gedicht, das gut in die heutige Zeit passt.
Pfingsten
Schöne Zeit von Himmelfahrt
Bis zum nahen Pfingsten,
Wo der Geist sich offenbart
Groß auch im Geringsten.
Glockenklang erschallt vom Dom,
Und zur Lust des Maien
Wallt hinaus der Menschenstrom,
Alles will sich freuen!
Freue sich, wer Gutes tat,
Wer dafür gestritten,
Wer gestreut der Zukunft Saat,
Und auch wer gelitten!
Ja, ich weiß, es wird geschehn,
Was wir jetzt noch hoffen,
Dass zum Glück die Tore stehn
Allen einst noch offen.
Dass man nicht mehr sieht verirrt
Scharen Lebensmüder;
Keine Herde und kein Hirt,
Freie nur, nur Brüder!
Wenn kein Druck den Geist mehr dämpft,
Wenn ein zweites Eden,
Aber schöner, weil erkämpft,
Folgt auf unsre Fehden.
Eines Himmels Erdenfahrt
Und ein andres Pfingsten,
Wo der Geist sich offenbart,
Groß auch im Geringsten.
Hermann von Lingg (1820-1905)
Sonntag, 9. Mai 2021
Schönen Muttertag ....
wünsche ich allen Müttern auf unserer Welt!
Leider leben wir momentan in einer düsteren Zeit, schwer für Mutter und Kind. Aber es wird auch wieder bessere Zeiten geben und dafür wünsche ich Euch viel Zuversicht.
Hier habe ich ein paar Gedichte für Euch.
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Mutter
›Mutter‹ ist der schönste Name
auf dem weiten Erdengrund.
Zärtlich oft wird er gerufen
leise aus der Kinder Mund.
Leise nur wird er gesprochen,
wenn bang und traurig ist das Herz.
Hilfesuchend oft gerufen,
wenn dich drückt die Not, der Schmerz.
Wenn die Mutter ist dann selber
von der Arbeit müd und alt,
der Muttername bleibe heilig,
dann denk zurück und gib ihr Halt.
Behütet, beschützt ein Leben lang,
drum sag ich heut am Muttertag
für deine Güte und Treue
hab Dank, hab Dank.
Unbekannt
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Für Mutter...
"Mutter hat immer nur Arbeit und Plag',
kennt keine Ruhe bei Nacht und bei Tag.
Heut' ging sie fort! Darum helft alle drei:
Heut' kochen wir für die Mutter den Brei!"
Milch nimmt der Walter, das Mehl rührt er an.
Dann kommt der Zucker und Zimt noch dran;
Pfeffer, ein bißchen, ein klein wenig Salz,
Muskat und Senf und ein Löffelchen Schmalz.
Essig ein Spritzerchen muß noch hinein
Kakaopulver schmeckt herrlich und fein.
Nun wird gerührt und der Brei gekocht.
"Horcht! Hat's nicht g'rad an der Türe gepocht?"
"Komm, liebe Mutter, der Tisch ist gedeckt!
Ja, du wirst staunen, wie gut es dir schmeckt,
und was du für tüchtige Köchinnen hast;
heut' bist du bei uns Kindern zu Gast."
Mutter probiert und beinah wird ihr schlecht.
"Fehlt was am Brei? Ist etwas nicht recht?"
Da lacht die Mutter, spricht mahnend dabei:
"Ja, viele Köche verderben den Brei!"
Unbekannt
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An Mutter denk ich jeden Tag,
was immer auch geschehen mag.
Vergessen kann ich Mutter nicht
mit ihrem Lachen im Gesicht.
Die großen Augen, frisches Haar,
gelebt, geliebt so manches Jahr,
an Arbeit reich, an Münzen knapp,
auf jeden Fall stets voll auf Trab.
Unbekannt
Sonntag, 4. April 2021
Frohe Ostern ....
wünsche ich meinen Besuchern, Freunden, Verwandten und Bekannten. Genießt die freien Tage im Kreis Eurer Lieben bei Sonnenschein und guter Laune.
Die Glocken läuten Ostern ein
Die Glocken läuten das Ostern ein
In allen Enden und Landen,
Und fromme Herzen jubeln darein:
Der Lenz ist wieder entstanden!
Es atmet der Wald, die Erde treibt
Und kleidet sich lachend im Moose,
Und aus den schönen Augen reibt
Den Schlaf sich erwachend die Rose.
Das schaffende Licht, es stammt und kreist
Und sprengt die fesselnde Hülle;
Und über den Wassern schwebt der Geist
Unendlicher Liebesfülle!
Adolf Böttger
Sonntag, 28. März 2021
Ein altes Gedicht ....
das gut in die heutige Zeit passt.
Zeit der Wende
Dieses ist die Zeit der Wende,
nun zählt Klarheit, Kraft und Mut.
Viele Herzen, viele Hände
voller Sanftheit und voll Wut.
Du bestimmst und du entscheidest,
welchem Geist du angehörst.
Ob du leise weiter leidest
oder endlich dich empörst.
Stimm mit ein in unser Singen,
voller Jubel und Vertraun.
Dann wird es Dir auch gelingen,
voller Mut nach vorn zu schaun.
Und dein Leben so ändern,
dass unsere Erde heilen kann.
Seit an Seit in allen Ländern
fangen wir den Umschwung an.
Taube Ohren für die Spötter
und die Sucht nach Macht und Geld.
Wir sind unsre eignen Götter,
unsre Herzkraft heilt die Welt.
Alle Tiere, Menschen und Pflanzen
mögen wachsen und gedeihn.
Wir sind Teil des großen Ganzen
und bereit, dabei zu sein.
Das Bewusstsein ist gestiegen
und bald kommt die neue Zeit.
Dann geht es nicht mehr ums Siegen,
sondern um Verbundenheit.
Folg den Kindern und den Frauen,
weil sie für das Leben stehn
und sich jetzt nun endlich trauen,
voller Kraft voran zu gehen.
Groll und Rache sei vergessen,
unserem Todfeind sei verziehn.
Auch wer nur politversessen,
achte und verstehe ihn.
Denn du weißt, er ist getrieben
von seiner Schuld und seiner Angst.
Du aber bist frei zu lieben,
wenn du nicht mehr länger bangst.
Freude heisst die starke Feder
in der ewigen Natur.
Freude, Freude treibt die Räder
in der großen Weltenuhr.
Sie gibt Kraft zu handeln
voll Verbundenheit und Mut.
Unsre Welt zu wandeln,
dann wird alles gut.
Friedrich Schiller
Nicht vergessen, heute beginnt die Sommerzeit. Um 2 wird die Uhr eine Stunde vorgestellt auf 3 Uhr.
Samstag, 20. März 2021
Der Frühling ist da
Hoffen wir auf sonnige und warme Tage.
Frühlings Ankunft
Hoffmann von Fallersleben
Dienstag, 9. März 2021
Alte Liebe
Karl August Candidus
Montag, 1. März 2021
Frühlingsanfang ....
wenn auch nur meteorologisch, der kalendarische Frühling beginnt am 20. März.
Ich bin frohen Mutes, dass der Corona Skandal nun bald vorbei ist und darum habe ich heute ein Gedicht für Euch.
Winters Flucht
Dem Winter ward der Tag zu lang,
ihn schreckt der Vogel Lustgesang;
Er horcht und hört’s mit Gram und Neid,
Und was er sieht, das macht ihm Leid.
Er sieht der Sonne milden Schein,
Sein eigner Schatten macht ihm Pein.
Er wandelt über grüne Saat
Und Gras und Keime früh und sprach:
»Wo ist mein silberweißes Kleid,
Mein Hut, mit Demantstaub bestreut?«
Er schämt sich wie ein Bettelmann
Und läuft, was er nur laufen kann.
Und hinterdrein scherzt Jung und Alt
In Luft und Wasser, Feld und Wald;
Der Kiebitz schreit, die Biene summt,
Der Kuckuck ruft, der Käfer brummt;
Doch weil’s noch fehlt an Spott und Hohn,
So quakt der Frosch vor Ostern schon.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Sonntag, 14. Februar 2021
Einen schönen Valentinstag ....
wünsche ich meinen Besuchern, Freunden, Verwandten und Bekannten. Macht Euch einen schönen Tag und und genießt das Leben! Nicht mehr lange und der Albtraum ist vorbei!
Unter diesen Link findet Ihr viele schöne Gedichte zum Valentinstag! Aber auch schöne Bilder.
Mittwoch, 10. Februar 2021
Schwere Zeiten ....
trotz allem muss man weiter Hoffnung haben. Eigentlich bin ich ein optimistischer Mensch aber natürlich habe ich auch manchmal weniger gute Tage. Diese Politik ist nur noch unerträglich geworden.
So habe ich mir heute mal wieder ein paar Gedichte angeschaut, die sogar in die heutige Zeiten passen.
Man muss auch mal abschalten können, oder?
Wir hatten gestern 10 cm Neuschnee und eine fantastische Winterlandschaft. Nichts ist momentan von einer Klimaerwärmung zu spüren, im Gegenteil, wir haben auch tagsüber Minusgrade. Was soll´s, es ist immer noch Winter!
Dienst – im Dienst! o schlimmes Wort,
Das klingt so starr und frostig;
Die Lieb' ist hin, der Lenz ist fort,
Mein Herz, werd' mir nicht rostig.
Trompete sieht mich traurig an,
Mit Flor ist sie umhangen;
Sie haben den lustigen Fiedelmann
In Käfig eingefangen.
Die schwere Zeit, die schwere Not
Sank lastend auf ihn nieder,
Muß spielen um sein täglich Brot –
Verstummt sind seine Lieder.
Der einst, die Zither leicht im Arm,
Sang an des Rheines Welle,
Schlägt jetzt den Takt – daß Gott erbarm!
In der Sixtinischen Kapelle.
Joseph Victor von Scheffel
Donnerstag, 24. Dezember 2020
Einen schönen Heiligabend ....
und ein frohes glückliches und friedliches Weihnachtsfest wünsche ich allen Menschen auf unserer Welt!
Die Fenster unserer Herzen
Machen wir sie auf
für das Licht,
für die Sonne am Tag
und die Sterne in der Nacht.
Kommt Licht in unsere Augen,
dann kommt auch Licht in unser Herz.
Unbekannt
Der Nachbar
Mein Nachbar ist Heiligabend allein,
ach was, ich lade ihn einfach zu mir ein.
Ich kaufe ihm noch ein Geschenk,
dann weiß er, dass ich an ihn denk.
Neben unserem Haus wohnt Rudolf, ein älterer Herr. Er ist querschnittsgelähmt und hat vor zehn Jahren im Sommer seine Frau und seinen elf jährigen Sohn durch einen Autounfall verloren. Er selber hat das Unglück überlebt und ist seitdem an den Rollstuhl gefesselt. Als Erinnerung an seine geliebte Familie sitzt auf seiner Couch ein kleiner, brauner Teddy.
Rudolfs Leben ist zurzeit sehr hart und eintönig. Es kommen täglich der Pflegedienst und zweimal die Woche Frau Müller, die die Wohnung aufräumt. Ansonsten ist er allein.
Doch seit kurzem besucht den querschnittsgelähmten Mann der kleine Anton von nebenan. Rudolf holt dann immer das dicke Märchenbuch seines Sohnes aus dem Schrank und liest dem Nachbarsjungen vor. Die schönen Geschichten begeistern stets beide und der Junge kommt gern herüber, um ihnen zu lauschen.
Es ist Heiligabend. Anton wird vom Weihnachtsmann beschert und unter den Geschenken ist auch ein neues Märchenbuch. Nachdem der Junge seine Gaben begutachtet hat, fragte er: „Mutti, können wir nicht den Rudolf heute Abend zu uns holen? Dann ist er nicht so allein und kann sich mit uns freuen und mir aus dem neuen Märchenbuch vorlesen. Ach, Mutti, sag ja!“
Die Mutter schaut aus dem Fenster. Sie bemerkt, dass bei ihrem Nachbar noch Licht brennt und nickt.
„Oh ja! Papa komm, wir holen Rudolf!“
Beide gehen zur Wohnung des kranken Mannes und klingeln. Es dauert einige Zeit, da geht die Tür auf. Vor ihnen steht Rudolf in seinem Rollstuhl.
Freudestrahlend fragt Anton: „Guten Abend Rudolf, kommst du mit zu uns rüber und schaust dir meine Weihnachtsgeschenke an? Ich habe ein neues Märchenbuch bekommen, da könntest du mir gleich etwas draus vorlesen.“
Der einsame Mann sagt sofort: „Ja! Doch warte, ich muss nur schnell noch einmal in meine Wohnung. Ich komme gleich mit.“ Er fährt zurück und kommt mit einer größeren Tüte wieder.
Als Rudolf in das Wohnzimmer seiner Nachbarn kommt, übermannt es ihn und Tränen laufen über seine Wangen. Der Anblick des Weihnachtsbaums und zum Heiligenabend nicht allein sein zu müssen, lässt seine Augen feucht werden.
„Ihr macht mir eine große Freude“, kommt es leise über seine Lippen. Dann überreicht Rudolf seinem kleinen Freund die mitgebrachte Tüte. Es schimmert etwas Braunes aus der Öffnung. Anton holt den Teddybär vor, der bei seinem Märchenonkel immer auf dem Sofa gesessen hat. Der einsame Mann trennte sich von seinem Heiligtum, dem Plüschbären seines verstorbenen Sohnes.
Anton freut sich, doch seine Eltern noch mehr. Sie können das Geschenk sehr gut einordnen.
Auch Rudolf erhält ein kleines Päckchen von seinen Nachbarn. Erneut laufen Tränen der Rührung über sein Gesicht. Es ist Jahre her, seit er zum Weihnachtsfest etwas bekommen hat.
Dann zeigt Anton ihm das neue Märchenbuch und es dauerte nicht lange, bis Rudolf eine Geschichte vorliest. Danach meint er: „Das Märchenbuch ist aber dick, da kannst du mich oft besuchen kommen.“
Die Zeit vergeht wie im Fluge. Plötzlich klingelte es an der Tür. Der Vater schaut nach und ruft: „Rudolf, hier ist Besuch für dich!“ „Das kann doch nicht sein! Wer kommt mich besuchen? Mein Bruder wohnt in Kanada und ansonsten habe ich keine Verwandtschaft mehr.“
Dann steht ganz unverhofft sein Bruder im Wohnzimmer. Wieder laufen Rudolf die Tränen übers Gesicht. Aber dieses Mal sind es Tränen der Freude. „Wir wollten dich überraschen, doch bei dir in der Wohnung brannte kein Licht, so haben wir eben beim Nachbar geklingelt, um uns zu erkundigen.“
Nun kommen auch noch Rudolfs Schwägerin und deren Enkelin Kathrin ins Zimmer. Was für eine Freude. Anton und Kathrin haben gleich Freundschaft geschlossen und spielen miteinander. Der Vater holt eine Flasche Sekt aus dem Kühlschrank und auf das Wiedersehen wird angestoßen.
Rudolfs Bruder ist anschließend noch sechs Wochen in Deutschland geblieben. In dieser Zeit haben sie Rudolfs Wohnung verkauft und ihn für immer mit nach Kanada genommen. Seit dem hat der einsame Mann wieder eine richtige Familie. Sein kleiner Freund Anton bekommt immer noch regelmäßig Post aus Übersee. Seine Märchen muss der Junge allerdings nun alleine lesen.
Verfasser unbekannt
Sonntag, 13. Dezember 2020
Einen schönen und besinnlichen 3. Advent ....
wünsche ich all meinen Besuchern, Freunden, Verwandten und Bekannten.
Genießt den Tag im Kreis Eurer Lieben.
Hier noch ein Gedicht, passend zum Märchen von gestern.
Es ist ein Bäumlein gestanden im Wald
In gutem und schlechtem Wetter;
Das hat von unten bis oben halt
Nur Nadeln gehabt statt Blätter;
Die Nadeln, die haben gestochen,
Das Bäumlein, das hat gesprochen:
"Alle meine Kameraden
Haben schöne Blätter an,
Und ich habe nur Nadeln,
Niemand rührt mich an;
Dürft′ ich wünschen, wie ich wollt,
Wünscht′ ich mir Blätter von lauter Gold."
Wie′s Nacht ist, schläft das Bäumlein ein,
Und früh ist′s aufgewacht;
Da hatt′ es goldene Blätter fein,
Das war eine Pracht!
Das Bäumlein spricht: "Nun bin ich stolz;
Goldene Blätter hat kein Baum im Holz."
Aber wie es abend ward,
Ging ein Bauer durch den Wald
Mit grossem Sack und langem Bart,
Der sieht die goldnen Blätter bald;
Er steckt sie ein, geht eilends fort
Und lässt das leere Bäumlein dort.
Das Bäumlein spricht mit Grämen:
"Die goldnen Blättlein dauern mich,
Ich muss vor den andern mich schämen,
Sie tragen so schönes Laub an sich.
Dürft′ ich mir wünschen noch etwas,
So wünscht′ ich mir Blätter von hellem Glas."
Da schlief das Bäumlein wieder ein,
Und früh ist′s wieder aufgewacht;
Da hatt′ es gläserne Blätter fein,
Das war eine Pracht!
Das Bäumchen sprach: "Nun bin ich froh;
Kein Baum im Walde glitzert so."
Da kam ein grosser Wirbelwind
Mit einem argen Wetter,
Der fährt durch alle Bäume geschwind
Und kommt an die gläsernen Blätter;
Da lagen die Blätter von Glase
Zerbrochen in dem Grase.
Das Bäumlein spricht mit Trauern:
"Mein Glas liegt in dem Staub;
Die anderen Bäume dauern
Mit ihrem grünen Laub.
Wenn ich mir noch was wünschen soll,
Wünsch′ ich mir grüne Blätter wohl."
Da schlief das Bäumlein wieder ein,
Und wieder früh ist′s aufgewacht;
Da hatt′ es grüne Blätter fein.
Das Bäumlein lacht
Und spricht: "Nun hab′ ich doch Blätter auch.
Dass ich mich nicht zu schämen brauch."
Da kommt mit vollem Euter
Die alte Geis gesprungen;
Sie sucht sich Gras und Kräuter
Für ihre Jungen;
Sie sieht das Laub und fragt nicht viel,
Sie frisst es ab mit Stumpf und Stiel.
Da war das Bäumchen wieder leer,
Es sprach nun zu sich selber:
"Ich begehre nun keine Blätter mehr,
Weder grüner, noch roter, noch gelber!
Hätt′ ich nur meine Nadeln,
Ich wollte sie nicht tadeln."
Und traurig schlief das Bäumlein ein,
Und traurig ist es aufgewacht;
Da besieht es sich im Sonnenschein
Und lacht und lacht!
Alle Bäume lachen′s aus;
Das Bäumlein macht sich aber nichts daraus.
Warum hat′s Bäumlein denn gelacht,
Und warum denn seine Kameraden?
Es hat bekommen in der Nacht
Wieder alle seine Nadeln,
Dass jedermann es sehen kann.
Geh naus, sieh′s selbst, doch rühr′s nicht an!
Warum denn nicht?
Weil′s sticht.
Friedrich Rückert
Sonntag, 29. November 2020
Einen schönen 1. Advent ....
wünsche ich all meinen Besuchern, Freunden, Verwandten und Bekannten.
Genießt den Tag im Kreis Eurer Lieben.
Letzte Blüten
Paul Heyse
Sonntag, 22. November 2020
Ein Gedicht ....
Deutsche Verzweiflung
In Angst und bürgerlichem Leben
wurde nie eine Kette gesprengt.
Hier muß man schon mehr geben,
die Freiheit wird nicht geschenkt.
Es sind die glücklichen Sklaven
der Freiheit größter Feind,
drum sollt Ihr Unglück haben
und spüren jedes Leid.
Nicht Mord, nicht Brand, nicht Kerker,
nicht Standrecht obendrein;
es muß noch kommen stärker,
wenn’s soll von Wirkung sein!
Ihr müßt zu Bettlern werden,
müßt hungern allesamt,
zu Mühen und Beschwerden
verflucht sein und verdammt.
Euch muß das bißchen Leben
so gründlich sein verhaßt,
daß Ihr es fort wollt geben
wie eine Qual und Last.
Erst dann vielleicht erwacht noch
in Euch ein bess’rer Geist,
der Geist, der über Nacht noch
Euch hin zur Freiheit reißt!
Hoffmann von Fallersleben 1798 – 1874
Montag, 2. November 2020
Ein Gedicht ....
passend zur heutigen Zeit.
Tut auf den Ring und zieht ihn weit und weiter
Durch tausend Boten über Berg und Tal!
Bald glüht der Bund und flammet stets und heiter
Den Völkern all ein friedlich Feuermal.
Was schlecht ist, soll zerrinnen,
Die Lüge nicht gewinnen!
Ein furchtlos Herz und offene Bruderhand
Gewinnt den Sieg im alten Heimatland!
Gottfried Keller
21 Minuten - https://www.youtube.com/watch?v=WKI-J80UBQI



































